GLTV Volleyball Wintermeisterschaft 2004 / 2005
Köbi Hefti - Von Oktober bis April - fast gleich lange wie bei den Profis in der Nationalliga - dauerte die diesjährige Volleyball Meisterschaft des Glarner Turnverbandes GLTV. In einer Doppelrunde spielte jedes Team gegen jeden Gegner seiner Liga jeweils zwei Sätze. Total wurden 184 Spiele und 368 Sätze gespielt. Und wie meistens, auch dieses Jahr klappte die Organisation sehr gut. Die GLTV Verantwortlichen Ruth Rutzer, Ursi Hauser und Michael Meesters waren rundum zufrieden und dankten dafür den Vereinen und den Schiedsrichtern.
Dass es dieses Jahr ein neues Meisterteam geben würde, stand schon zu Beginn der Saison fest. Der Champion von 2004, der TnV Elm 1, hat sich zurückgezogen. Die Kleintalerinnen hatten bereits letztes Jahr immer wieder Personalsorgen. Sie entschieden sich deshalb, mit den Seniorinnen des TnV Elm 2 zu fusionieren und in der 3. Liga einen Neustart zu machen. Dieser Neustart gelang perfekt, denn Elm 2 siegte und darf als Aufsteiger nächstes Jahr in der 2. Liga antreten. Wie heisst es doch: Gelernt ist gelernt, auch wenn Niederurnen VC 2 erst in letzter Sekunde und praktisch auf der Ziellinie noch abgefangen und überholt werden konnte.
Der Nachfolger von TnV Elm1 als Meister heisst ...TnV Elm 1. Das ist aber jenes Team, welches bisher immer unter dem Namen Elm 3 startete und neben dem GLTV auch schon auf dem Schweizerischen Parkett des STV zweimal in Serie zuoberst auf dem Treppchen stand. In einem sehr spannenden Kopf an Kopf Rennen lagen die Kleintalerinnen meist eine Länge hinter dem härtesten Konkurrenten, dem DTV Niederurnen zurück. Der Zufall wollte es, dass beide Teams am Schlussabend in Schwanden auf den DTV Näfels 1 und 2 trafen. Der DTV Niederurnen musste zuerst antreten. Der erste Satz gegen den DTV Näfels 1 verlief ausgeglichen, ehe sich der DTV Niederurnen am Ende doch noch knapp, aber verdient durchsetzte. Da sich die routinierte Stamm-Passeuse von Niederurnen aber verletzte, musste das Team umstellen. Das tat dem Spiel nicht gut, sie gerieten etwas aus dem Tritt. Ganz anders der DTV Näfels. Sein Spiel lief nun wie geschmiert. Am Ende gewann Näfels den zweiten Satz sehr deutlich.
Damit bot sich dem TnV Elm 1 - ebenfalls gegen den DTV Näfels 1 - die Chance, die Niederurnerinnen in der Rangliste zu überholen. Aber die Damen aus dem Klosterdorf hielten ihren Schwung bei - liessen den Elmerinnen im ersten Satz keine Chance. «So nervös habe ich uns noch nie spielen sehen», meinte der Elmer Captain zu ihren Kolleginnen in der Pause. Im zweiten Satz dann zeigte Elm endlich das gewohnte Können. In diesem besten Spiel des Schlussabends holten sie Punkt für Punkt und am Ende den zweiten Satz. In der Zwischenrangliste führte damit immer noch der DTV Niederurnen. Diese Leaderposition wollte Niederurnen im abschliessenden Spiel gegen den DTV Näfels 2 verteidigen. Aber nach der 22:19 Führung gaben sie den Sieg mit schlechten Annahmen in Serie noch aus der Hand und verloren den Satz ganz knapp und ärgerlich. Im zweiten Durchgang liessen sie aber nichts mehr anbrennen und gewannen klar.
Nun waren die Elmerinnen wieder unter Zugzwang. Doch bereits zu Beginn des Spiels gegen den DTV Näfels 2 wurde sichtbar, dass sich Elm diese Chance zum neuerlichen Titelgewinn nicht mehr entgehen lassen wollte. Und weil sie die Konzentration aufrecht hielten und bei Näfels die Tanks nach vier durchgespielten Sätzen langsam leer wurden, gab es am Ende einen 2:0 Sieg für den TnV Elm 1. Damit stand fest: Der TnV Elm ist wieder GLTV Volleyball Meister wie in den Vorjahren. Beim sehr knapp zurückliegenden DTV Niederurnen herrschte trotz allem Freude: „So gut waren wir noch nie, es ist uns in dieser Meisterschaft wirklich gut ergangen, hatten Spass. Wir spielten fast immer gut. Nur heute spielten wir zeitweise so schlecht wie nie während der ganzen Saison".
In der 2. Liga schwam ein Team ganz klar oben auf: Niederurnen VC 1 stand schon zwei Runden vor Abschluss als Sieger fest. Das Team erhielt im letzten Jahr Zuwachs von einigen jungen Spielerinnen. Trainiert wird regelmässig wöchentlich und zeitweise sehr hart. «Aber wir haben Spass und so ist auch die Motivation vorhanden. Wir sind mit dem Ziel in diese Meisterschaft gestartet, um als Sieger den schönen Ball zu gewinnen. Das Ziel in der nächsten Saison ist, den Ligaerhalt zu schaffen, aber auch taktisch Fortschritte zu erzielen», verriet die ebenfalls noch sehr junge Spieler-Trainerin nach dem Sieg.
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