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Schwarz isch immer guät... - 10./11. März 2007

mare. - Dies war unser Motto auf den schwarz markierten, bestens präparierten Pisten in der Lenzerheide. Am Wochenende vom 10. /11. März fuhren achtzehn erwartungsfrohe Turnerinnen des DTV Niederurnen frühmorgens in die Lenzerheide, um gemeinsam zwei sportliche, wie auch gesellige Tage zu geniessen.

Mit Sack und Pack, Skis, Stöcken, Brettern und Schuhen «bewaffnet», kamen wir im Zug nach Chur zusammen und freuten uns auf ein kurzweiliges Wochenende. Leider war der Samstag gar nicht nach unserem Gusto, es regnete im Tal in Strömen. Je höher hinauf und der Lenzerheide näher wir gelangten, umso mehr nahm die Nebeldecke zu und es begann zu schneien. Nach Bezug der Unterkunft Casa Fadail machten wir uns dennoch gespannt auf die Pisten der Stätzerhorn-Seite, hoffend auf besseres Wetter oder wenigstes Sicht. Leider erfüllte sich dieser Wunsch nicht und so kehrten wir bereits auf der Alp Nova in der ersten Skihütte ein. Nach wärmenden Cafés und Ovos machten wir uns nach vergeblichem Warten und Bangen dann doch auf, um wenigstens eine Weile auf den Skipisten umherzuirren. Die obersten Lifte waren zum Teil sogar geschlossen, so dass wir nach abenteuerlichen Fahrten bald einmal auf der Alp Stätz in der Schirmbar und im Restaurant unseren nächsten Halt einlegten, der dann auch länger andauerte.

Grüppchenweise mussten wir uns an verschiedenen Tischen zusammenpferchen, am einen Ort wurde rege diskutiert und gelacht, am andern waren fremde Turner mit am Tisch, so dass sich eine von uns am Mittagsteller eines Mannes gütlich tat, was dieser amüsiert über sicher ergehen liess. Es wurden Witze erzählt, eine Turnerin outete sich als Rückwärts-Einparkier-„Talent“ und so verflog die Zeit im Nu. Irgendwann wollten wir es dann aber doch noch mal wissen und so fuhren die einen bergwärts und die ersten nahmen den Weg ins Tal unter die Skis und Snowboards.

In der urigen Slalombar in Valbella war dann Treffpunkt, bevor es zurück nach Lenzerheide ging. Zeitig traf auch unsere Nachzüglerin Fränzi ein und nach einem feinen Znacht im Casa Fadail gingen wir das Nachtleben auskundschaften. In einem englischen Pub spielte eine Liveband alte, klassische Rocklieder zum Mitsingen, Klatschen und Tanzen, sofern man sich auf der winzigen Tanzfläche bewegen konnte, was natürlich zwei unserer Damen trotzdem gekonnt gelang. Unsere Youngsters drängten bald einmal zum Aufbruch in weitere Unterhaltungslokale und so führte uns der Weg in den legendären Stall, wo sich wohl das gesamte Lenzerheide-Publikum aufzuhalten schien. Das Lokal platzte schier aus allen Nähten. Die einen genossen im ruhigeren Restaurantteil einen Schlummertrunk und die anderen versuchten in der Disco rhythmisch zur Musik mitzuwirken, einfach mit der Menge hin- und her, auf- und ab, dass war dann Tanzen. Gruppenweise kehrten wir in unser Nachtlager zurück und bereits um acht Uhr morgens sassen alle gemeinsam wieder am Frühstückstisch.

Ein Prachtstag erwartete uns und so wollten wir danach schnellstmöglich in die Höhe gelangen, um den verpassten Samstag wieder wettzumachen. Zwei weitere Turnerinnen wollten sich diesen Sonn(en)tag nicht entgehen lassen und gesellten sich noch hinzu. Traumhaftes Wetter, ein eindrückliches Panorama und Superpisten liessen uns unzählige Male rauf- und runterfahren, man konnte kaum genug kriegen ob dem stiebenden Schnee. Nach einem gemeinsamen Mittagessen genossen die einen auf der Terrasse draussen die Sonne und eine kleinere Gruppe traversierte auf die andere Talseite, die Rothorn-Seite. Dort waren viele Helfer am Vorbereiten und Präparieren für die Weltcuprennen der kommenden Woche. Es war eindrücklich, die Beltrametti-Piste aus der Nähe zu begutachten; die fast senkrechten Steilpassagen, das Startgelände, der weitläufige Zielraum mit der imposanten Zuschauertribüne und das ganze Drumherum einmal live zu sehen.

Nach weiteren rasanten Abfahrten fanden sich alle wieder vor unserer Unterkunft ein. Das Gepäck abholen, ein paar letzte Erinnerungsfotos knipsen und schon kam der Extrabus, der uns hinunter ins frühlingshafte Tal chauffierte. Mit dem Zug gelangten wir wieder wohlbehalten ins Glarnerland. Ein weiteres unfallfreies, gemütliches Wochenende gehört der Vergangenheit an.

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