DTV Niederurnen – Turnen mit Schutzkonzept

Man muss nicht das Beste haben. 

Es reicht völlig, aus allem das Beste zu machen. 

Kennt ihr das, wenn ihr in die Halle kommt und nicht sicher seid: ein Küsschen, drei Küsschen, umarmen oder nur die Hand schütteln? Dieses ewige Dilemma fällt in Corona-Zeiten schon mal weg. 

Am 28. Oktober 2020, nur wenige Stunden vor unserem nächsten Training, gab der Bundesrat bezüglich des leidigen Themas „Corona“ neue Bestimmungen bekannt. Wir hatten befürchtet, dass das Training erneut eingestellt werden könnte; wurden aber positiv überrascht.

So sieht unser Trainingsalltag zurzeit aus:

DTV Niederurnen Jugend

Hier hat es uns Alain leicht gemacht. Das Training findet wie gewohnt statt. Es wird jedoch darauf geachtet, wenn immer möglich Abstand zu halten. Da momentan Wettkämpfe nicht erlaubt sind, hat sich der GLTV etwas Cooles für die Kleinen überlegt: Das Jugendturnfest wird diese Saison in der Halle durchgeführt. Die Leiter senden die von den Kindern erzielten Resultate dem GLTV und erhalten für jeden Teilnehmer eine kleine Überraschung.

Training der Erwachsenen, ja oder nein?

Im Leiter- sowie im Vorstand-Chat wurde zunächst diskutiert, ob aufgrund der neuen Einschränkungen die Aufrechterhaltung des Trainingsbetriebs noch möglich und sinnvoll sei. Schnell war man sich aber einig, dass auch unter Einhaltung der neuen Massnahmen ein ab-wechslungsreiches Training möglich sei. Zunächst musste aber etwas „organisatorische Vorarbeit“ geleistet werden. So wurde z.B. die App „team.center“ heruntergeladen und für jede Disziplin ein „Team“ erstellt. Indem sich die Turnerinnen in dieser App für die Trainings an- bzw. abmelden, kann sichergestellt werden, dass sich nicht mehr als 15 Personen pro Trainingseinheit in der Halle aufhalten. Selbstverständlich gilt unter anderem weiterhin: Nur symptomfrei ins Training und die Abstands- und Hygieneregeln des BAG sind strikt einzuhalten. Zudem werden die Schutzmasken bereits vor dem Betreten der Halle angezogen und die Hände werden regelmässig desinfiziert. Durch all diese Vorkehrungen möchte der Verein seinen Mitgliedern weiterhin die Möglichkeit bieten, die Trainings zu besuchen. Natürlich entscheidet jede Turnerin selber, ob sie dieses freiwillige Trainingsangebot nutzen möchte oder nicht. 

Leichtathletik und „allgemeines Turnen“

Im „allgemeinen Turnen“ und im Leichtathletik-Training kam es zu Beginn schon einmal vor, dass der einen oder anderen Turnerin die Puste ausging. Dies lag aber nicht nur an den Masken, sondern vor allem auch am anstrengenden Training. An das Maskentragen haben wir uns mittlerweile aber schon gewöhnt, so dass es auch mit der Kondition besser klappt.

Gymnastik und Team Aerobic

Wahrscheinlich ahnte der Architekt bereits bei der Planung unserer Turnhalle, dass eines Tages eine Pandemie über die Welt hereinbrechen wird und der DTV für eine Gymnastik mit mehr als 15 Personen trainieren will. Deshalb hat er in weiser Voraussicht in der Halle eine Trennwand einbauen lassen. So lässt es sich auch in Corona-Zeiten mit 24 Turnerinnen trainieren. Die Gymnastikleiterin gibt jeweils kurz vor dem Training im Gymnastik-Chat bekannt, wer in welcher Hallenhälfte turnt. Auf dem Programm stehen zurzeit hauptsächlich Technik-Training und das Feilen an der Choreografie. Das hat noch nie geschadet und diese Saison bleibt dafür hoffentlich für einmal genügend Zeit. Sobald die Massnahmen gelockert werden, kann dann auch wieder in der Originalaufstellung mit allen Turnerinnen (inkl. Partnerakros) geübt werden.

Auch im Team-Aerobic achtet die Leiterin momentan darauf, dass jede Turnerin im Training genügend Platz zur Verfügung hat und der Abstand eingehalten wird. Es wird vor allem an der „Basis“ gearbeitet. Das heisst, es werden neue Elemente wie Kopfstand und Spagat erlernt oder geübt und die Schritttechnik wird trainiert.

Schulstufenbarren

Am Anfang der Turnfestvorbereitungen werden hauptsächlich die einzelnen Elemente (Schulterstand, Felgaufzug etc.) geübt. Im Moment besteht die Herausforderung insbesondere darin, ohne Hilfestellung neue Elemente zu erlernen. Dennoch fühlen sich die Turnerinnen bis jetzt wohl und sicher im Training.

Volleyball

Etwa die Hälfte der Frauen möchte weiterhin Volleyball spielen und besucht regelmässig das Training. Da noch nicht klar ist, ob die Wintermeisterschaft durchgeführt werden kann, ist das Training locker und gemütlich aufgebaut. So kann auch der Abstand eingehalten werden.

Fazit

Zu Beginn dachten wir: „Versuchen wir es mal.“ Nun sind wir überrascht, wie gut alles funktioniert. Die Schutzmassnahmen werden von allen vorbildlich eingehalten. Die Leiterinnen und Turnerinnen sind motiviert, freuen sich auf das Training und die Stimmung in der Halle ist super. Wir schätzen es sehr, dass wir uns regelmässig sehen, unserem Hobby nachgehen und gemeinsam auf ein Ziel hintrainieren können.

Und übrigens: Getuschelt und getratscht wird (fast) nicht mehr, da dies mit der Maske kaum noch möglich ist. Zwinkernd

Wenn wir in diesem Jahr eines gelernt haben, dann ist es, spontan und flexibel zu bleiben. Carpe Diem – denn die nächste Pressemitteilung kommt bestimmt …

Bilder: vorher/nacher